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Profil:
Die 8.000 Einwohner von Tinos leben nicht vom Urlaubstourismus, sondern vom Pilgertourismus. V.a. an zwei Tagen im Jahr, dem 25. März und dem 15. August strömen Pilgermassen nach Tinos und zur Kirche Panagia Evanglelistria mit seiner Madonna von Tinos. Die Kirche ist wunderschön anzusehen, gepflegt und sauber. Sie wirkt eher wie ein Herrschaftshaus denn als Kirche. Oberhalb von Tinos-Stadt liegend hat man einen schönen Blick über Tinos und die Küste. In Tinos-Stadt gibt es etliche Tavernen und Souvenirläden, die Ikonen und Wallfahtrskerzen und anderen Pilgertrödel verkaufen und zudem einen herben Duft nach Weihrauch verströmen. Die Bewohner von Tinos scheinen von dem einträglichen Geschäft gut leben zu können, denn für Urlauber aus Mitteleuropa interessiert man sich nicht allzu sehr.
In der Nähe von Tinos Stadt gibt es ein paar Kies- und schönere Sandstrände, an denen man noch seine Ruhe hat. Überhaupt ist Tinos eine extrem ruhige Insel, die ausserhalb der Hauptstadt nur ein paar kleine entlegene Bergdörfer im kykladischen Baustil zu bieten hat. Besonders schön sind Pirgos und Isternia im Inselnorden, sowie die Dörfer rund um den Berg Exombourgo unweit von Tinos-Stadt. Auf Fremde wird man bei Wanderungen und Inselerkundungen kaum stossen. Höchstens auf eingeschworenen Taubenfreunde, die die vielen Taubenhäuschen auf Tinos besichtigen, von denen es hier mehr gibt als sonstwo in Griechenland. Die Venezianer brachten die Tauben mit und bauten ihnen eigene Häuschen, die über die ganze Insel verstreut stehen, aber nur noch wenige Tauben beherbergen.
Weitere schöne Badebuchten findet man entlang der Westküste und den vielleicht schönsten Sandstrand Agios Kyriakis ganz im Süden. Übernachtungsmöglichkeiten findet man auch auf Tinos trotz fehlendem Touristenstrom ausreichend.
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