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Profil:
Leben auf dem (aktiven) Vulkan. Das tun etwa 8.000 Einwohner von Santorini oder griechisch Thira, und im Sommer etliche tausend Touristen.
Nachdem Santorini in seiner heutigen Form vor etwa 3600 Jahren durch eine gewaltige Vulkanexplosion entstanden ist, gab es immer wieder heftige Erdbeben, das letzte große 1956, bei dem fast alle Häuser der Insel zerstört wurden. Die gebliebenen Inselbewohner können mit der Angst scheinbar gut leben, wohnen Sie doch auf einer Goldgrube, die jährlich von unzähligen Besuchern aus aller Welt besichtigt und fotografiert wird. Wohl keine andere Insel hat das weltweite Bild der Ägäis so geprägt, wie das von Santorini mit seinen schneeweißen Häuser, blauen Kirchenkuppeln, Glockentürmen und engen verwinkelten Gassen hoch über dem stahlblauen Meer. Den brillanten Sonnenuntergang in Fira und Oia zu genießen, ist schon fast ein Kult geworden, zu dem sich viele hundert Menschen versammeln. Den Hauptort der Insel mit seinen schön gelegenen Tavernen und Restaurants und den vielen tollen Fotomotiven erreicht man am eindrucksvollsten von der westlichen Kraterseite aus. Mehr als 500 Stufen geht es zu Fuß oder per Maultier über Serpentinen steil bergauf. Wer sich dieses Erlebnis nicht gönnen möchte, kann auch die Gondel nehmen.
In Fira findet man sehr viele Schmuck-, Souvenirläden und Boutiquen, die sich auf Tagesausflügler eingerichtet haben. Es ist eigentlich immer voll und man findet im Sommer schwerlich einen guten Platz in den Cafes. Nicht nur deshalb lohnt es sich, den Ort Richtung Norden nach Oia zu verlassen, und zwar zu Fuß. Es gibt einen Kraterrandweg, der mit fantastischen Ausblicken aufs Meer und auf die Caldera (Kraterwand) lockt. Oia ist die zweite Siedlung direkt am Kraterrand und nicht minder imposant wie Fira. Der vier- bis fünfstündige Fussweg entlang des Kraters bei Sonnenschein ist ein unvergessliches Erlebnis. Man sollte entweder früh morgens starten oder am späteren Nachmittag, um die Intensitäten der Farben bei flacherem Sonnenstand bewundern zu können. Es verkehren aber auch stündlich Busse zwischen beiden Orten.
Gäste, die länger auf Santorini bleiben und Badeurlaub machen, wohnen an der Inselostseite in Kamari, Perissa oder nördlich des Flughafens. Die gesamte Ostküste ist flach und mit herrlichen dunklen, fast schwarzen Sand- und Kiesstränden bestückt. Überall wird gebaut, was das Zeug hält, um die wachsende Schar an Touristen zu beherbergen und zu verköstigen. Die Ostküste ist im Vergleich zu ihrer höher gelegenen Westschwester zwar nicht schön, aber sie bietet alles, was v.a. junge Urlauber suchen. Leider steigen die Preise auf Santorini unaufhörlich an.
Die Inselmitte ist geprägt vom Rebanbau, der hier einen außerordentlichen Wein hervorbringt, wächst er doch auf fruchtbarem Lavagestein. Eine Weinprobe in der Weinkellerei ist ein Muß für jeden Weinliebhaber.
Lohnenswert sind auf Santorini Bootsausflüge zu den kleinen vorgelagerten Inseln mit herrlichen Anblicken der Caldera, sowie geführte Tauchgänge in den Krater hinein.
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Verbindungen / Anreise:
Nach Santorini kann man von Athen, Thessaloniki, Rhodos, Kreta und Mykonos aus fliegen. Fähren befahren von Piräus aus die Ost- (Mykonos, Paros, Naxos, Ios, Santorini) und die Westkykladenroute (Kithnos, Serifos, Sifnos, Milos, Santorini).
Außerdem kommt man von Amorgos (2½ Stdn), Kalymnos via Anafi (7 Stdn) und von Kreta (3½ Stdn) nach Santorini.
Neben den normalen großen Fähren sind auch Schnellfähren und Schnellboote im Einsatz, die teurer, aber um die Hälfte der Zeit schneller sind.
Günstige Flugverbindungen findet man bei Aegeanair oder Olympic Airways.
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Besucherinformationen von:
Monika aus Minden
Die Anreise mit dem Schiff und die Einfahrt in den Krater mit den ersten Blicken auf die Orte Oia und Thira sind unheimlich beeindruckend. Leider legt die Fähre von Naxos nicht direkt unterhalb von Thira an, sondern 10km südlich. Von dort kommt man mit Bussen, Taxis oder mit Zimmervermittlern weiter. Wir haben Zimmervermittler (Hotel Olympia) gewählt und sind ziemlich gelinkt worden. Das Hotel liegt außerhalb der Stadt, unser Zimmer (30,-€) war im feuchten Keller und der versprochene Taxitransfer zum Flughafen hat nicht geklappt. Zum Glück war es nur eine Nacht. Die Orte Thira und Oia sollte man gesehen haben, v.a. zum Sonnenuntergang. Länger zu bleiben, lohnt nicht und macht aufgrund der überhöhten Preise und der Unfreundlichkeit der Leute keinen Spaß. Auf Santorini geht es nur um Tourismus und wie man am meisten herausziehen kann. Zum Essen gehen empfehle ich die Tavernen, die etwas im Abseits (nicht direkt an der Caldera) liegen. Von Thira nach Oia kommt man stündlich am einfachsten per Bus. Der ist allerdings schnell überfüllt, daher frühzeitig da sein. Wir sind nur einen Abend auf Santorini gewesen, und ich hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
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