Limnos (nordägäische Inseln)

 

 

 

 

 

 

Profil:

Limnos ist die etwas andere griechische Insel, die in vielen Reiseführern fehlt, und die sowohl landschaftlich, als auch touristisch uninteressant scheint. Die Insel ist relativ flach, das Land ist karg und im Spätsommer verbrannt, die Häuser, Strassen und Kirchen brauchen allesamt Renovationsarbeiten.

Aber es wohnen immerhin fast 30.000 Menschen auf Limnos, von denen ein Drittel in der Landwirtschaft und vom Fischfang leben. Ein Großteil in der Haupt- und Hafenstadt Mirina, die größte auf Limnos. Sie besitzt zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, nette Tavernen und gute Fischrestaurants. Das Schlendern durch die alten und engen Gassen gehört zu jedem Besuch auf Limnos. Der zweitgrößte Ort, Moudros, liegt in der östlichen Hälfte am großen südlichen Golf von Limnos. Fährt man nach Süden an die südöstliche Landspitze, kommt man durch die “Sahara von Limnos”, einer weitläufigen Dünenlandschaft. Vor der Nordostspitze bei Plaka ruht auf dem Meeresgrund die bei einem Erdbeben versunkene Siedlung Castello Plaka, die man bei ruhigem Wetter vom Boot aus unter Wasser sehen kann. Entlang der Ostküste liegen der Meerwassersee Aliki und der See Chortarolimni, der allerdings im Sommer austrocknet.

Limnos ist durchaus bekannt für seinen Wein und seinen Kräuterhonig. Getreideanbau und Viehhaltung sind neben Olivenanbau und Käseproduktion die Haupteinnahmequellen der armen Bevölkerung.

Vielleicht liegt es daran, dass Limnos aufgrund seiner geopolitischen Lage inmitten der Nordägäis eine große Militärstation ist, so dass der Tourismus noch keinen Fuß fassen konnte. Immerhin hat das Militär der Insel einen großen Flughafen beschert, der auch zivil genutzt wird. Ein paar größere Hotelanlagen sind bereits entstanden, können aber nur in den Sommermonaten von einigen griechischen Besuchern leben. In der Vor- und Nachsaison ist man mit den Einwohnern allein und kann deren Gastfreundschaft und die stehengebliebene Zeit genießen. Die Tavernen sind alt und entsprechen nicht unbedingt den mitteleuropäischen Vorstellungen. Dafür erlebt man hier noch das alte Griechenland und mehr Einheimische als Fremde.

Die Strände und Buchten sind einsam und nicht schlecht, sandig und mit kristallklarem Meerwasser umspült. Auf Limnos kann man die Zeit vergessen, wenn man die Einsamkeit ertragen kann.

Einen Mountainbikeverleih haben wir nicht gefunden, obwohl sich die Insel aufgrund ihres Charakters gut zum Biken eignet. Allerdings sollte man lieber nicht alleine in abgelegene Gebiete radeln und die militärischen Sperrgebiete beachten.

Vielleicht entwickelt sich Limnos in den nächsten Jahren noch zum Geheimtipp, aber vielleicht sollte man auch wünschen, dass alles so bleibt. Dies bevorzugen jedenfalls viele der Inselbewohner.

 

Verbindungen / Anreise:

Mit dem Flugzeug kommt man von Athen aus nach Limnos. Fähren fahren von Thessaloniki (8 Stdn), Kavala (4 Stdn), Alexandroupoli (5,5 Stdn), Skiathos (6 Stdn), Athen/Rafina (9 Stdn) und Lesbos (4 Stdn) nach Mirina.
 

Günstige Flugverbindungen findet man bei Olympic Airways.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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